Buddha, der Erwachte

Kopf einer Buddha-statueBagan)


Buddha war ein Mensch.
Aufgrund seines eigenen Strebens erlangte er das Erwachen. Bis heute ist er ein Vorbild dafür, dass alle Menschen Buddhaschaft erlangen können.

Wer war Buddha?

 

Siddhartha Gautama lebte vor etwa 2500 Jahren als Prinz in Nord-Indien (heutiges Nepal). Seinem Stand entsprechend bekam er eine gute Erziehung und Ausbildung. Er heiratete, mit seiner Frau Yashodhara hatte er einen Sohn Rahula. Nichts schien zu fehlen. Trotz seiner Privilegien erkannte er früh, dass weder Reichtum noch Macht menschliches Leiden, verursacht durch Krankheit, Alter und Tod, verhindern können.

 

Abkehr vom weltlichen Leben

Mit etwa 29 Jahren verließ er den Palast, um inneren Frieden zu suchen. Er schloss sich anderen Asketen an und praktizierte mit ihnen jahrelang extreme Askese-Praktiken.  Später wird er über diese Zeit berichten, dass er daran fast gestorben wäre.

Das Große Erwachen

Siddhartha erkannte, dass weder Luxus noch extreme Askese zur Befreiung führen. Er wählte den „Mittleren Weg“ aus ethischem Verhalten, Meditation und Selbst-Studium. Mit Mitte 30 erlangte er in einem längeren Prozess tiefe Einsichten, die zur spirituellen Befreiung führten, das „Große Erwachen“ (die „Erleuchtung“; Pali, Sanskrit: bodhi).  Damit wurde er zum Buddha, dem „Erwachten“.

Zeit des Lehrens

 
Siddhartha Gautama hatte nicht die Absicht, eine neue Religion zu gründen. Aus Mitgefühl für alle Lebewesen begann er, seine Erkenntnisse zu teilen.
In seiner ersten Lehrrede zum „Ingangsetzen des Rades der Lehre“ (Pali: Dhammacakkappavattana Sutta) erläuterte er den “Mittleren Weg” und die “Vier Edlen Wahrheiten”.
 
Über 40 Jahre lang lehrte er Menschen aller sozialen Schichten und gründete Mönchs- sowie Nonnenorden. Nach seinem Tod wurden seine Reden zunächst mündlich überliefert.

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Buddhas Rat:

“Praktiziere – und vertraue der eigenen Erfahrung”

Buddha wollte nicht, damit man ihm blind folgt. Er lehrte stets aus eigener, lebendiger Erkenntnis und forderte seine Schüler auf, dasselbe zu tun. So heißt es im „Kalama Sutra“:

 

„Lasst euch nicht durch Überlieferungen und Hörensagen leiten, … Wenn ihr durch eigene Erfahrung wisst, dass gewisse Dinge unheilsam sind, dann gebt sie auf … wenn ihr durch eigene Erfahrung wisst, dass gewisse Dinge heilsam sind, dann nehmt sie an.“

(Anguttara Nikaya 3.65 bzw. 66)

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Buddhas Vermächtnis

 

Die Verwirklichung, die der Buddha erlangte, ist nicht an Kultur oder Herkunft gebunden. Er war ein Mensch, der gezeigt hat, dass jeder Mensch – unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialem Umfeld – das Potenzial zur vollständigen inneren Befreiung in sich trägt. Durch konsequente spirituelle Praxis kann dieses Potenzial entfaltet werden.

Buddha ernannte keine Nachfolger, denn die Lehren (S. dharma, P. dhamma) zu verwirklichen, ist der Weg,

… dass ihr euer eigenes Licht und eure eigene Zuflucht seid!

… dass die Lehre euer Licht, die Lehre eure Zuflucht sei.“!

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