Die Lehren des Buddha

Kopf einer Buddha-statueBagan)

Die überlieferten Lehren des Buddha sind tiefgründige Philosophie und zugleich praktischer alltagstauglicher Wegweiser, der Menschen hilft, ein erfülltes Leben zu führen.

 

Buddhas zeitlose Weisheit: ein Weg zu innerem Frieden

 

Gleich wie das Weltmeer von einem einzigen Geschmack durchdrungen ist, dem Geschmack des Salzes, ebenso auch ist diese Lehre von einem einzigen Geschmack durchdrungen, dem Geschmack der Befreiung.

Anguttara Nikāya, 8. Buch. 1. Kapitel: Das Gleichnis vom Weltmeer

 

Wer war Buddha?

Ein Mensch, der die Befreiung erlangte

 

Buddha war ein Mensch, Siddhartha Gautama, der vor über 2500 Jahren in Nord-Indien lebte. Bereits in jungen Jahren begab er sich auf die Suche nach spiritueller Befreiung. Nach vielen Jahren intensiver Praxis (v.a. Meditation), Selbst-Studium und ethischem Lebenswandel, erlangte er tiefe Einsichten, die als sein „Großes Erwachen“ (die „Erleuchtung“) beschrieben werden. Dadurch wurde er zum Buddha, dem „Erwachten“. 

Die Drei Juwelen

Grundlegende Lehren

Die Drei Juwelen

Schon zu Buddhas Zeiten bestand das Ritual zur Aufnahme in die buddhistische Gemeinschaft in der „Zufluchtnahme zu den drei Juwelen“. Bis heute bezeugen Menschen, die sich zum Buddhismus bekennen wollen, ihr Vertrauen in diese drei Aspekte der Lehren:

  • Buddhader Lehrer, das erwachte Vorbild
  • Dharma – die Lehre oder die Lehren des Buddha (zugleich auch die kosmische Ordnung)
  • Sangha – die Gemeinschaft der Praktizierenden

Die Vier Edlen Wahrheiten

In den Vier Edlen Wahrheiten hat der Buddha unmittelbar nach seinem Erwachen den Weg zusammengefasst, der zu seiner großen Erfahrung geführt hat. Er analysiert, worin das Leiden an und in der Welt besteht, was die Ursachen dafür sind und wie das Leiden in der Welt überwunden werden kann.

Diese Wahrheiten sind wie Wegweiser, die dem Menschen zeigen, dass Befreiung möglich ist, wenn er sich selbst erforscht und neue Verhaltensmuster entwickelt. Durch den Aufbau dieser Wahrheiten in Anamnese, Diagnose und Therapie, wird der Buddha oft auch mit einem Arzt verglichen. 

Der Edle Achtfache Pfad

Die Vierte Wahrheit beschreibt den Edle Achtfachen Pfad, eine praktische Anleitung zu einem bewussten und erfülltem Leben. Er umfasst drei Bereiche:

  • Erkenntnis, Einsicht, Wissen (über die buddhistischen Lehren, die Natur der Phänomene und sich selbst)
  • Lebensweise gemäß den ethischen Grundregeln (Pali: sila, Sanskrit: shila)
  • Meditation, spirituelle Praxis
Die Drei Juwelen

Die Großen Traditionen – Vielfalt innerhalb einer Lehre

Die Lehren des Buddha waren und sind keine starre Philosophie, sondern ein lebendiger Weg, der sich über die Jahrhunderte hinweg an unzählige Kulturen und Gesellschaften angepasst hat. So entstanden verschiedene große Traditionen im Buddhismus, die alle auf die ursprünglichen Lehren des historischen Buddha zurückgehen.

Sie variieren in Ausprägungen und Schwerpunkten, teilen aber das gemeinsame Ziel: innere Klarheit, Mitgefühl und das Erwachen (die „Erleuchtung“) zu erlangen.

Pali Kanon

Wie wurden die Lehren des Buddha überliefert?

Nach Buddhas Tod wurden die zahlreichen Lehren zunächst ausschließlich mündlich weitergegeben. Die älteste und bekannteste schriftliche Sammlung von Lehrreden ist der Pali-Kanon (in Pali: Tipiṭaka, wörtlich „Dreikorb“). Etwas später entstanden der chinesische Kanon, sowie der tibetische Kanon, die weitere wichtige Textsammlungen enthalten. 

Es gibt aber auch eine Übertragung der buddhistischen Lehren ohne Worte, oft als “Dharma-Übertragung” bezeichnet. die bis heute erhalten ist.

Buddhistische Symbole einfach erklärt

Das Zeichen der ÖBR ist das „Dharma-Rad“ (Rad der Lehre), darin sind wichtige Lehren des Buddhismus enthalten:

  • Vier Edle Wahrheiten: die vier Blätter in der Mitte, die Grundlage aller Lehren Buddhas
  • Der Edle Achtfache Pfad: Rad mit Acht Speichen, ein Wegweiser für ein erfülltes und achtsames Leben
  • Die Dreieck-Form: steht für die drei Juwelen (Buddha, Dharma, Sangha), ebenso für die Drei Daseinsmerkmale des Existierens (Vergänglichkeit, Leiden und Nicht-Selbst)
  • Zwölf Dreiecke: Die zwölf Teile, die das „Entstehen des Leidens in Abhängigkeit von den jeweiligen Bedingungen“ und die Aufhebung des Leidens beschreiben. Aus der Verflochtenheit der Faktoren ergibt sich, dass „Alles mit allem verbunden“ ist.
  • Der Kreis: die Einheit und Verbundenheit aller Wesen und Erscheinungen, Symbol für Einheit, auch Leerheit, oder Samadhi, …

Buddhismus in Österreich
– vielfältig und lebendig

Auch in Österreich hat der Buddhismus eine lange und reiche Geschichte,
seit Februar 1983 ist der Buddhismus in Österreich als Religion staatlich anerkannt.

Österreich ist das erste Land in Europa, in dem das erreicht wurde.
Seitdem ist der Buddhismus auch
 am interreligiösen und interkulturellen Dialog aktiv beteiligt und gesellschaftlich wirksam.

Heute sind alle großen buddhistischen Strömungen in Österreich vertreten
und unter dem Dach der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft (ÖBR) vereint.

Warum sich die Lehre lohnt

Der Buddhismus unterscheidet sich in etlichen Punkten von anderen Religionen. Er ist die einzige Religion, die sich selbst als „Fahrzeug“ versteht, als ein Mittel um die Befreiung zu erlangen, das nicht verabsolutiert werden soll.

Die Lehren sind 

  • praxisorientiert und lebensnah: Es geht um eine Lebensweise, die auf einer ethischen Ausrichtung, Meditation und Einsicht beruhen
  • frei von Dogmen und Götterglauben: Da es keinen Schöpfergott gibt, handelt es sich um eine nicht-theistische Lehre, die auf eigenverantwortlichem Denken und Handeln, sowie direkter eigener Erfahrung beruht
  • weltoffen & tolerant: Es gibt keine absoluten Wahrheiten, deshalb auch keinen exklusiven Anspruch. So ist es leicht, andere Religionen und Perspektiven wert zu schätzen.
  • Aktueller denn je: innere Ruhe hilft mit den Anforderungen des modernen Lebens besser umzugehen (Stressreduktion, besseres Verständnis und Mitgefühl für sich selbst und andere …)

Der Buddhismus lädt dazu ein, mehr Bewusstsein, Erkenntnis und Mitgefühl in das eigene Leben zu bringen – unabhängig vom Glauben oder Herkunft. Wenn Einzelne sich darin üben, achtsam und bewusst zu leben, kommt das allen zugute und schont gleichzeitig die immer knapper werdenden Ressourcen. der Welt.

 

Mögen alle Wesen frei von Leiden sein, Glück erfahren und günstige Bedingungen dafür finden.
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