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V.l.n.r: Dr. Heinz Lederleitner, Bischof der Altkatholischen Kirche Österreichs; Dr. Elmar Kuhn, Präsident FBO Austria; Džemal Šibljaković, Leiter der Islamischen Gefängnisseelsorge der IGGÖ; Dr. Afsar Rathor, Vize-Präsident FBO Austria; Gerhard Weissgrab, Präsident ÖBR Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft.
29.09.2021

ÖBR-Präsident Weissgrab in den Vorstand der FBO Austria gewählt

Im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung wurde ÖBR-Präsident Gerhard Weissgrab am 28. September in Wien in den Vorstand der Coalition of Faith-Based Organizations Austria (FBO) gewählt.

 

Die FBO ist ein breit gefächertes Netzwerk glaubensbasierter Organisationen, mit spirituellen und moralischen Werten wie Akzeptanz, Mitgefühl und Respekt für interreligiöse Vielfalt. Ihr Ziel ist es,  Erziehung zu gegenseitigem Respekt, Einsatz gegen Hate Speech, Korruptions- und Verbrechensprävention sowie gerechte Strafjustiz zu fördern.

 

Die Koalition dient als kollaboratives Forum, das glaubensbasierte Organisationen, Gläubige aus den Weltreligionen, Wissenschaftler und relevante Experten zusammenbringt, die sich diesen Bereichen in Staaten, Gesellschaften und Kulturen widmen. Die Koalition arbeitet in Partnerschaft mit einer Vielzahl von UN-Agenturen, Organisationen der Zivilgesellschaft und interreligiösen Organisationen.

 

Ihr österreichischer Zweig versteht sich auch als Link zu den in Wien ansässigen UN-Organisationen wie etwa dem Büro für Verbrechensbekämpfung UNODC und als Angebot an europäische Organisationen und Glaubensgemeinschaften.

 

Tätigkeitsschwerpunkte der in Österreich als gemeinnütziger Verein organisierten FBO sind diese vier Hauptarbeitsfelder:

 

  • Recht, Spiritualität und Menschenrechte.
  • Migration, Glaube und Hassreden.
  • Ökologie und Nachhaltigkeit als interreligiöse Verantwortung.
  • Religiöse Erziehung zur Achtung der interreligiösen Vielfalt.

 

In seinem Impulsreferat nahm ÖBR-Präsident Gerhard Weissgrab auf das Thema „Ökologie und Nachhaltigkeit als interreligiöse Verantwortung“ Bezug. Er betonte, dass - wie der Buddhismus lehrt - das Erkennen der Bedingtheit aller Dinge voneinander bei der Lösung der Probleme sehr hilfreich sein und die Gesellschaft einen konstruktiven Diskurs der Mitte ohne Extreme heute gut gebrauchen könne. Die von Buddha ebenfalls postulierte Rücksichtnahme auf alle fühlenden Wesen, Menschen wie Tiere, sei bereits zwingend die Grundlage für ökologisches Handeln. Und Weissgrab schließt mit den Worten: „Wir alle sind nicht nur Teil der Natur, wir sind Natur. Auch Buddha ist nicht in einem goldenen Tempel, sondern unter einem Baum inmitten der Natur erwacht.“

Redaktion und Foto: Manfred Krejci

 

 



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