Buddhismus:
Ethische Lebensweise
Der Weg zur Eigenverantwortung
Drei Aspekte des Achtfachen Pfades beschreiben die ethischen Grundlagen für das Handeln (Pali sila, Sanskrit shila):
- Achtsames Reden
- Angemessenes Handeln
- Angemessener Lebenserwerb, der anderen Wesen keinen Schaden zufügt.
Sie werden in Fünf Regeln ausformuliert, die für Laien-Praktizierende gelten. (Ordininierte Personen legen üblicherweise ein Ordensgelübde ab, das mehr Regeln umfasst.)
Bei den Silas geht es nicht um „gut“ oder „böse“ im herkömmlichen Sinne, sondern darum, ob unser Handeln heilsam oder unheilsam ist — ob es das Leiden in der Welt vermehrt oder lindert.
Der “Mittlere Weg”
Aufgrund seiner eigenen Erfahrungen mit sehr strengen Askese-Praktiken lehrte Buddha einen “Mittleren Weg”. Darin lehnte er sinnliche Freuden nicht generell ab (wie andere Asketen seiner Zeit), sondern er empfahl einen achtsamen Umgang damit:
Folgenden zwei Extremen soll man nicht verfallen:
der Hingabe an die Lust der Begierden, …
und der Hingabe an die Selbstpeinigung, ….
Ohne diesen beiden Extremen zu folgen,
hat der Vollendete den mittleren Weg erkannt, …
der zur Einsicht, zum Nirvāṇa führt. …

