Samadhi
Auch der Begriff “samadhi” hat viele Bedeutungsfelder: innere Ruhe, Konzentration, geistige Sammlung, Innenschau, aber auch Eins-Sein, Verbundenheit.
Samadhi ist die Frucht der meditativen Praxis, ein Zustand des Einsseins.
Drei Teile des Achtfachen Pfades beschreiben verschiedene Aspekte der Meditation
- Angemessene Anstrengung
- Umfassende Achtsamkeit
- Geeignete Meditation
Es ist wichtig, Methoden zu erlernen, mit denen wir unseren zerstreuten Geist zur Ruhe bringen. Denn nur im ruhigem Geist kann Einsicht und Wissen (P. panna, S. Prajna) reifen. Samadhi beschreibt die meditative Erfahrung und das Wissen des Einsseins, einer tiefen Verbundenheit mit allem, was existiert.
Die angemessene Anstrengung
Gemäß seiner eigenen Erfahrungen hat Buddha ein geeignetes “mittleres” Maß von Anstrengung gelehrt. Das gilt auch für die Übungspraxis: Sie darf nicht zu streng sein, sonst schadet man sich selbst, aber auch nicht zu lasch, denn sonst gibt es keine Veränderung.
Umfassende Achtsamkeit
Buddha hat viele seiner Lehrreden der Praxis der Achtsamkeit gewidmet. Am bekanntesten ist das Sutra über das Verankern der Achtsamkeit (P. satipatthanasutta)
Geeignete Meditation
Die buddhistischen Traditionen haben zahlreiche und recht unterschiedliche Formen von Meditation entwickelt: Achtsamkeitsmeditation; Einsichts- und Ruhe-Meditation; Bhavana-Meditationen; gegenständliche und gegenstandslose Meditation (“offenes Gewahrsein”) u.a.
Hinweise
Meditation hat nachweislich zahlreiche positive Wirkungen.
Nicht immer ist aber jede Art der Meditation für jeden Menschen geeignet. Deshalb empfiehlt es sich, vor längeren Meditationsseminaren (Retreats) Einführungskurse zu besuchen und im Zweifelsfall mit den Lehrerinnen oder Leitern Rücksprache zu halten.
Meditation ist kein Ersatz für medizinische und/oder therapeutische Behandlung. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei einem Arzt, einer Ärztin oder einer Psychotherapeutin, einem Psychotherapeuten, der/die Erfahrung mit Meditation hat.




