Tier.Mensch.Gesellschaft

eine Veranstaltung im Rahmen der Diskussionsreihe Buddhismus im Dialog

 

Zum Infofolder im Überblick

 

Dienstag, 20. November 2018, 18.30 Uhr
Urania, Wien 1., Uraniastraße 1, Mittlerer Saal

 

Eintritt frei, Spenden erbeten, keine Anmeldung erforderlich

In Kooperation mit Ö1 und dem Verein Animal Compassion und Pilgrim-Internationales Bildungsnetzwerk

 

Diskussionsreihe „Buddhismus im Dialog“

Die klare buddhistische Perspektive, dass alles Handeln ausschließlich in Abhängigkeiten  geschieht, führt zwangsläufig zu einem Blick auf  die Probleme unserer Welt, der unsere persönliche Mitverantwortung sichtbar macht. Gleichzeitig mit dieser klaren Sicht der Verantwortung kommt auch das Verständnis unserer Möglichkeiten, durch unser persönliches Handeln aktiv zu Veränderungen beizutragen.

 

Mit dieser Diskussionsreihe „Buddhismus im Dialog“ möchte die Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft einen wesentlichen Beitrag zu gesellschaftlichen Entwicklungen leisten. Es geht dabei keinesfalls um buddhistische Mission, sondern darum, Werkzeuge der buddhistischen Weisheitslehre effizient einzusetzen. Beginnend mit der Beleuchtung des jeweiligen Status Quo einer Problemstellung sollen mögliche Wege aus definierten Fehlentwicklungen und Systemfehlern diskutiert werden. Dabei steht immer der Blick aufs Ganze und die Vermeidung von Extremen im Zentrum.

 

Die dritte Veranstaltung der Reihe: „Buddhismus im Dialog“ erfolgt diesmal wieder in Zusammenarbeit mit „Animal Compassion“, dem buddhistischen Verein zur Wahrnehmung der Tiere als fühlende Wesen, wieder unter dem Titel:

Tier.Mensch.Gesellschaft mit der Betrachtung: Tiere in der Landwirtschaft

 

Inhaltliche Ausrichtung:

Schwerpunkt der Diskussion ist unser Umgang mit Tieren, diesmal speziell mit den Tieren in der Landwirtschaft.

Es geht um einen gemeinsamen Blick auf die Formen der Produktion von tierischen Lebensmitteln durch unsere Landwirtschaft und um eine gemeinsame Diagnose über damit in Verbindung stehendes Tier-Leid. Beginnend von der Befruchtung über Haltungsformen, Futterversorgung und Aufzucht, bis zu Tiertransporten und Schlachtung.

 

Es geht um eine gemeinsame Suche nach alternativen Möglichkeiten, um das Leiden von Tieren zu reduzieren oder im idealen Fall ganz zu vermeiden.

 

Es geht nicht darum, Schuldige zu suchen, sondern darum, sich der gemeinsamen Verantwortung und des gemeinsamen Interesses aller Menschen an einer Verbesserung der Lage unserer Tiere bewusst zu werden. 

Wir müssen davon ausgehen, dass das Leiden der Tiere genauso auch ein Leid der Produzenten und der Konsumenten nach sich zieht. Wir können nicht die Kette von Ursache und Wirkung unterbrechen, aber wir sollten in der Lage sein, an den Ursachen etwas zu verändern.

 

Bei unserem Diskurs kann es nicht darum gehen, jahrhundertealte Gepflogenheiten über Nacht zu verändern, worum es aber gehen muss ist, diese Jahrhunderte alten Gewohnheiten und Muster kritisch anzusehen und zu hinterfragen.

 

Form der Veranstaltung
• Impulsreferate mit anschließender Podiumsdiskussion
• Raum für Publikumsfragen
• Zum Abschluss kleines Buffet für geselligen Austausch

 

Teilnehmer am Podium

o. Univ.Prof. i.R. DI Dr. Alfred Haiger – war 27 Jahre lang Vorstand des Institutes für Nutztierwissenschaften an der BOKU Wien, dabei oft streitbarer Querdenker und bis heute kritischer Beobachter agrarischer Entwicklungen.

 

Zenmeister Vanja Palmers – Mitbegründer der Tierschutzorganisation „Verein gegen Tierfabriken“ in Österreich und der Vorgängerorganisation von „humane farming association HFA“ in den USA, sowie Initiator vieler Tierschutzaktivitäten. Er ist u.a. Abt des Zenklosters „Felsentor“ am Vierwaldstättersee in der Schweiz, dem ein Gnadenhof für Tiere angeschlossen ist.

 

NR GR DI Georg Strasser – Seit 2017 Präsident des Österreichischen Bauernbundes, seit 2013 Abgeordneter zum Nationalrat, 2009 bis 2017 Bürgermeister von Nöchling, Diplomstudium „Lebensmittel- und Biotechnologie, Beruf: Landwirt.

 

Moderation

Mag.a Dr.in Maria Harmer – diplomierte Kultur- und Sozialanthropologin und nach einigen Jahren im Marketing seit 21 Jahren als Redakteurin v.a. in den Hauptabteilungen Religion, Wissenschaft und Aktueller Dienst im ORF Hörfunk tätig.

 

Impulsreferat

Gerhard Weißgrab - Präsident der ÖBR, Vorstandsmitglied der „Initiative Weltethos Österreich“, Mitbegründer und Obmann von „Animal Compassion“, Vorstandsmitglied bei „Initiative Weltethos Österreich“.

facebook: Buddhismus in Österreich